Effektivzins vs. Nominalzins: Was ist der Unterschied?
Wer einen Kredit aufnimmt, begegnet unweigerlich zwei Begriffen: Nominalzins und Effektivzins. Beide beschreiben Kosten — aber auf unterschiedliche Weise. Dieser Artikel erklärt den Unterschied verständlich und zeigt, warum der Effektivzins die entscheidende Kennzahl ist.
Was ist der Nominalzins?
Der Nominalzins (auch: Sollzinssatz) ist der reine Zinssatz auf den ausstehenden Kreditbetrag. Er gibt an, wie viel Prozent pro Jahr an Zinsen auf die noch offene Restschuld berechnet werden.
Beispiel: Bei einem Nominalzins von 6 % p.a. und einem Kreditbetrag von CHF 20'000 wären die Zinsen im ersten Jahr CHF 1'200 — sofern der gesamte Betrag über das ganze Jahr offen bleibt.
Der Nominalzins berücksichtigt jedoch keine weiteren Kosten wie: - Bearbeitungsgebühren - Kontoführungsgebühren - Versicherungsprämien (falls abgeschlossen) - Auszahlungsgebühren - und weitere Gebühren
Was ist der Effektivzins?
Der Effektivzins (auch: effektiver Jahreszins oder TAEG) ist der umfassende Zinssatz, der alle Kosten eines Kredits berücksichtigt — inklusive aller Gebühren und Nebenkosten. Er erlaubt einen echten Vergleich zwischen verschiedenen Kreditangeboten.
In der Schweiz ist der Kreditgeber gemäss KKG (Konsumkreditgesetz) verpflichtet, den Effektivzins auszuweisen. Der gesetzliche Höchstsatz beträgt aktuell 10 % effektiv.
Warum ist der Effektivzins entscheidend?
Stell dir vor, Bank A bietet einen Kredit mit 5 % Nominalzins an, erhebt aber eine jährliche Verwaltungsgebühr von CHF 200. Bank B bietet 5,5 % Nominalzins ohne Gebühren. Welches Angebot ist günstiger?
Ohne den Effektivzins ist das nicht sofort ersichtlich. Mit dem Effektivzins jedoch schon: Bank B könnte trotz höherem Nominalzins billiger sein.
Rechenbeispiel: CHF 20'000 über 48 Monate
Angenommen, du nimmst bei Cashare einen Privatkredit über CHF 20'000 mit einer Laufzeit von 48 Monaten auf.
Szenario A – Cashare, Bonitätsklasse B: - Nominalzins: ca. 5,5 % p.a. - Effektivzins: ca. 5,65 % p.a. - Monatliche Rate: ca. CHF 465 - Gesamtkosten (Zinsen): ca. CHF 2'320
Szenario B – Typische Bank: - Nominalzins: ca. 8,0 % p.a. - Bearbeitungsgebühr: CHF 300 - Effektivzins: ca. 9,2 % p.a. - Monatliche Rate: ca. CHF 488 - Gesamtkosten (Zinsen + Gebühren): ca. CHF 3'724
Ersparnis mit Cashare: ca. CHF 1'400 über die Laufzeit.
Wie wird der Effektivzins berechnet?
Die Berechnung des Effektivzinses berücksichtigt: 1. Den Nominalzins 2. Die Zahlungsfrequenz (monatlich = 12 Perioden pro Jahr) 3. Alle anfallenden Gebühren 4. Den Zeitpunkt von Auszahlung und Rückzahlung
Die Formel ist komplex und wird in der Praxis mit Finanzrechnern ermittelt. Wichtig für dich als Kreditnehmer: Verlasse dich immer auf den ausgewiesenen Effektivzins, nicht auf den Nominalzins.
Unterschied bei verschiedenen Kreditarten
| Kreditart | Nominalzins typisch | Effektivzins typisch | |---|---|---| | Cashare Crowdlending | 4,2 % – 9,7 % | 4,4 % – 9,9 % | | Bankkredit | 5,5 % – 9,5 % | 6,0 % – 10,0 % | | Kreditkarte (Revolving) | 11,95 % | | | Leasingvertrag | variabel | 2 % – 8 % |
Tipps für den Kreditvergleich
- Immer Effektivzins vergleichen — nicht Nominalzins
- Laufzeit einheitlich wählen — gleiche Laufzeit ermöglicht fairen Vergleich
- Gesamtkosten berechnen — Monatsbetrag × Laufzeit = Gesamtrückzahlung
- Versteckte Gebühren aufdecken — Bearbeitungs-, Kontoführungs- und Versicherungsgebühren fragen
- Vorzeitige Rückzahlung prüfen — Cashare erlaubt sie kostenlos
Cashare: Vollständige Transparenz
Bei Cashare wird der Effektivzins bereits im Kreditrechner angezeigt — noch bevor du einen Antrag stellst. Es gibt keine versteckten Gebühren, keine bösen Überraschungen. Was du siehst, ist was du zahlst.
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