Ratgeber7. März 2026

Bonitätsprüfung Schweiz: Was prüft Cashare?

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Cashare Team·7 Min. Lesezeit
Bonitätsprüfung Schweiz: Was prüft Cashare?

Bonitätsprüfung in der Schweiz: So funktioniert die Kreditwürdigkeitsprüfung

Bevor ein Kredit vergeben wird, prüfen Kreditgeber die Bonität des Antragstellers. Aber was genau wird geprüft, welche Daten fliessen ein — und wie kann man seine Bonität verbessern? Dieser Artikel erklärt das Schweizer System der Kreditfähigkeits- und Kreditwürdigkeitsprüfung verständlich und vollständig.

Was ist Bonität?

Bonität beschreibt die Fähigkeit und Bereitschaft einer Person oder eines Unternehmens, eingegangene Verbindlichkeiten zurückzuzahlen. Eine hohe Bonität bedeutet geringes Ausfallrisiko — und damit bessere Kreditkonditionen.

In der Schweiz werden zwei Arten von Bonitätsprüfungen unterschieden: - Formale Bonitätsprüfung: Überprüfung öffentlicher Daten (Betreibungsregister, ZEK) - Wirtschaftliche Bonitätsprüfung: Analyse von Einnahmen, Ausgaben und Vermögen

Die ZEK — Zentralstelle für Kreditinformation

Die ZEK ist eine private Datenbank, in der alle Konsumkredite in der Schweiz erfasst werden. Jede Kreditanfrage, jede Kreditvergabe und jeder Zahlungsverzug wird dort registriert. Cashare ist wie alle seriösen Kreditgeber verpflichtet, die ZEK zu konsultieren.

Was die ZEK enthält: - Laufende und abgeschlossene Kreditverträge - Verzugsmeldungen und Mahnverfahren - Kreditanfragen der letzten 12 Monate - Informationen zu Kreditkarten und Leasingverträgen

Ein negativer ZEK-Eintrag kann eine Kreditvergabe erschweren oder verhindern. Positiv: Nach vollständiger Rückzahlung werden Einträge gelöscht.

Neben dem ZEK (private Datenbank der lizenzierten Kreditgeber), gibt es auch das IKO - Verein zur Führung einer Informationsstelle für Konsumkredit die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Informationsstelle für Konsumkredit gemäss KKG.

Der Betreibungsregisterauszug

Das Betreibungsregister ist ein öffentliches Verzeichnis offener Schuldforderungen in der Schweiz. Jede Gemeinde führt ein eigenes Register. Cashare fordert einen aktuellen Betreibungsregisterauszug an — dieser zeigt, ob gegen den Antragsteller offene Betreibungen oder Verlustscheine vorliegen.

Ein Verlustschein bedeutet, dass eine Schuld nicht vollständig beglichen werden konnte. Dies hat erheblichen Einfluss auf die Bonität. Aber auch offene Betreibungen und bezahlte Betreibungen haben Einfluss auf das Rating.

Einkommensnachweis und Haushaltsrechnung

Gemäss KKG muss der Kreditgeber sicherstellen, dass der Kreditnehmer den Kredit zurückzahlen kann, ohne in finanzielle Not zu geraten. Dafür wird eine Haushaltsrechnung erstellt:

Einnahmen: - Nettolohn (Lohnausweise der letzten 3 Monate) - Weitere Einnahmen (Mieteinnahmen, Alimentenzahlungen etc.)

Ausgaben: - Miete und Nebenkosten - Krankenversicherung - Steuern - Lebenshaltungskosten (Pauschalbeträge nach KKG-Standard) - Bestehende Kreditraten, Leasing oder anderer regelmässigen Verpflichtungen

Die Differenz ergibt das frei verfügbare Einkommen. Daraus leitet Cashare ab, wie hohe eine monatliche Rate tragbar ist. Zudem muss der Kredit mit den freien Mitteln innerhalb von 3 Jahren zurückbezahlt werden können.

Das Cashare Bonitätsrating A–F

Basierend auf allen gesammelten Informationen weist Cashare jedem Kreditnehmer eine Bonitätsklasse zu:

| Klasse | Beschreibung | Typischer Zinssatz | |---|---|---| | A | Exzellente Bonität | ab 4,4 % | | B+ | Sehr gute Bonität | ab 5,5 % | | B | Gute Bonität | ab 6,5 % | | C+ | Durchschnittliche Bonität | ab 7,5 % | | C | Genügende Bonität | ab 8,5 % | | D | Unterdurchschnittliche Bonität | Keine Offerte | | E | Erhöhtes Risiko | Keine Offerte | | F | Hohes Risiko | Keine Offerte |

Was verbessert die Bonität?

  • Regelmässiges Einkommen: Unbefristete Festanstellung wirkt sich positiv aus
  • Keine Betreibungen: Ein sauberes Betreibungsregister ist entscheidend
  • Bestehende Kredite abzahlen: Weniger laufende Verbindlichkeiten = bessere Bonität
  • Lange Wohndauer: Stabilität wird positiv bewertet
  • Pünktliche Zahlungen: Keine Mahnverfahren oder Zahlungsrückstände
  • Bessere Quote bei Rate zu freie Mittel: Unvorhergesehenes besser auffangen

Was schadet der Bonität?

  • Offene Betreibungen oder Verlustscheine
  • Keine Festanstellung
  • Häufige Wohnortswechsel
  • Viele laufende Kredite
  • Unregelmässiges oder niedriges Einkommen
  • Negative ZEK-Einträge

Datenschutz und Transparenz

Cashare behandelt alle persönlichen Daten vertraulich und gemäss dem schweizerischen Datenschutzgesetz (DSG). Kreditnehmer haben das Recht, Auskunft über ihre gespeicherten Daten zu verlangen.

Kann ich meine Bonität verbessern?

Ja! Wer seinen Privatkredit beantragen möchte, kann seine Chancen verbessern, indem er: - Bestehende Kleinkredite und Kreditkartenschulden abbezahlt - Pünktlich allen Verpflichtungen nachkommt und keine offenen Verpflichtungen hat - Alle Unterlagen vollständig und korrekt einreicht

Fazit: Transparente und faire Bonitätsprüfung

Cashare prüft gründlich — aber fair. Ziel ist nicht, Kredite zu verweigern, sondern sicherzustellen, dass der Kredit für alle Beteiligten nachhaltig tragbar ist. Ein klares, nachvollziehbares Ratingsystem sorgt für Transparenz und Vertrauen.

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